Ev. Versöhnungskirche

Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes,
wir möchten es Ihnen näher bringen.

 

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Ev. Versöhnungskirche Südseite

Am 07. Februar 1971 fand die Einweihung statt. An dem 10jährigen Kirchweihfest 1981 wird die Kirche „Versöhnungskirche“ benannt. Als Organistin ist bei uns Frau Sanita Igaunis tätig.

Termine mit Orgelwerken finden Sie unter Veranstaltungen

Wenn Sie der Ev.-Luth. Kirchengemeinde für ihre Bemühungen im Rahmen der Kirchenmusik eine Spende zukommen lassen möchten, würden wir uns sehr freuen.

Alle Termine und weitere Angaben zur Ev.-Luth. Kirchengemeinde Tarp finden Sie unter http://kirchengemeinde-tarp.de

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Unsere Lobbackorgel

Umfangreiche Orgelsanierung

Über die Orgelsanierung

Die Lobbackorgel

Die Register des Hauptwerkes

Das Pedalwerk

Die Register des Brustwerkes

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Unsere Lobbackorgel


Die Lobback-Orgel der ev. Versöhnungskirche zu Tarp

 
Umfangreiche Orgelsanierung
in der ev. Versöhnungskirche abgeschlossen

Vom 05. Januar bis 11. Februar 2009 waren Herr Dietmar Franke und Herr Christian Lobback mit der Sanierung und Säuberung der schönen Orgel in der Versöhnungskirche beschäftigt. Herzlichen Dank für die umfangreichen Arbeiten, die die Orgelbaufirma Lobback aus Neuendeich bei Hamburg durchgeführt hat. Am 11. Februar 2009 wurde die Sanierungsarbeit vom Orgelsachverständigen Herrn KMD Michael Mages im Beisein des Kirchenmusikausschusses des Kirchenvorstandes (Frau Anke Gall, Herr Carten Holthusen und Herrn Neithardt Hoffmann) sowie Herrn Pastor Neitzel und der Tarper Organistin Frau Sanita Ignaunis zu aller Zufriedenheit abgenommen. Ab sofort kann also die von allen geschätzte „Lobback-Orgel“ wieder in vollem Glanze erklingen.


(v. links: M. Mages, N. Hoffmann, Chr. Lobback, D. Franke, A. Gall,
C. Holthusen, S. Igaunis, B. Neitzel)

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Über die Orgelsanierung an der „Lobback-Orgel“ in der
ev. Versöhnungskirche zu Tarp

- von Christian Lobback -
Februar 2009

Zwanzig Jahre nach Fertigstellung der Orgel waren eine Generalreinigung und eine Beseitigung des schweren Schimmelpilzbefalls überfällig. Die Generalreinigung erfolgte im ersten Arbeitsgang mit einem Industriestaubsauger, dessen Absolut-Filter ein Austreten der Feinstäube und Schimmelpilzsporen sicher verhindert. Nach der pneumatischen Reinigung wurde die Orgelanlage dreimal mit Isopropanol 70% behandelt. Die dreimalige Desinfektion der betroffenen Orgelteile ist erforderlich, um möglichst viele Konidien zu vernichten. Schimmelpilze werden bekanntlich auf dem Luftweg übertragen. Diese Erkenntnis geht auf den französischen Wissenschaftler Pasteur zurück.

Demzufolge ist es zwingend erforderlich, dass bereits die mit Mikroorganismen verkeimte Luft entkeimt wird, um eine Oberflächenkontaminierung mit Schimmelpilzen zu verhindern.

Bei der Raumluftdesinfektion hat sich eine seit Jahren erprobte mobile Konstruktion besonders bewährt, die aus einer voll gekapselten Strahlenkammer in Holzbauweise besteht; in deren Hohlraum ist eine Strömungsmaschine eingebaut, welche die konterminierte Raumluft ansaugt. Die elektrisch angetriebene Strömungssmaschine fördert mit dem rotierenden Laufrad die Raumluft und stellt dabei zwischen Ansaug- und Druckseite ein Druckverhältnis von 1 und 1,1 her.

Für die Strahlenkammern mit noch größerer Wirkleistung werden Gebläse eingebaut, deren Druckverhältnis wesentlich mehr als 1,1 betragen kann. Der von der Strömungsmaschine erzeugte Luftstrom wird an den UVC Strahlern vorbei geführt. Um die Desinfektionsleistung zu steigern, wirkt die Strahlenkammer wie ein Diffusor, der die Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft herabsetzt, um die Verweildauer der Luft in der Strahlenkammer zu erhöhen. Der Diffusorwirkungsgrad der Strahlenkammer hat demzufolge erheblichen Einfluss auf die Desinfektionsleistung.

Die Luftumwälzung der in Tarp eingesetzten Strahlenkammer beträgt 165 m³/h. Für die Steuerung der Anlage ist eine Zeitschaltuhr zuständig. Es ist für die Stromversorgung lediglich eine Steckdose mit Schutzleiter bauseitig erforderlich gewesen. Die Betriebskosten sind äußerst gering. Bei aktiver Anlage beträgt der Stromverbrauch 75 Watt pro Stunde. Die Wartung der Strahlenkammer kann zusammen mit der Orgelpflege durchgeführt werden. Die Lebensdauer der Strahler liegt bei 10.000 Betriebsstunden, bevor ein Wechsel erfolgt. Die in Tarp eingesetzte Strahlenkammer vom Typ UVC-KON 2 entspricht der VDI-Richtlinie 6022 und erfüllt damit die hygienischen Anforderungen an raumlufttechnische Anlagen. Eine Gefährdung durch UVC Strahlung ist ausgeschlossen, weil die Anlage gekapselt ist.

Der Kirchenvorstand freut sich über Spenden für die „Orgelpflege“.

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Die Lobbackorgel

Mitte der achtziger Jahre beschloss der damalige Kirchenvorstand den Bau einer neuen Orgel. Hierzu wurde ein Orgelbauverein unter dem Vorsitz des ehemaligen Rektors der Tarper Schule und Kirchenvorstehers Herrn Werner Ohmsen gegründet. 180 Vereinsmitglieder und viele Förderer zählten dazu und innerhalb einer kurzen Zeitspanne von nur vier Jahren konnte der Orgelbauverein einen beträchtlichen Anteil von 100.000 DM von insgesamt 260.000 DM zum Orgelneubau beitragen. Gebaut wurde die Tarper Orgel in der Werkstatt von Orgelbaumeister Christian Lobback (Neuendeich bei Uetersen) und wurde im Juli 1989 in der Kirche aufgestellt.

Der damalige Orgelsachverständige der NEK Herr Immo Wesnigk führte seinerzeit über die Orgel aus:

Die Kirchengemeinde Tarp darf sich sehr freuen, nun endlich hat sie eine neue Orgel in ihrer aparten Kirche, die als ein würdiges Instrument bezeichnet werden muss. Sie ist würdig, in den Gottesdiensten zu erklingen, durch sie kann ein weiter Bereich der für den Gottesdienst geschaffenen Orgelliteratur charaktervoll lebendig werden, sie ist sowohl in klanglicher Hinsicht wie auch in optischer Hinsicht extra für diesen Kirchenraum geschaffen worden und bildet ein die Raumatmosphäre wirkungsvoll mitgestaltendes Element."

Vorteilhaft für den Bau der Orgel war der zweckmäßig zur Verfügung stehende Raum auf der Empore, der auch genügend Höhe aufweist, um das Instrument technisch und optisch günstig zu entwerfen und zu konstruieren, so fügt es sich nun hoch anfragend in die schräg zum First strebende Kirchendecke harmonisch ein. Das Gehäuse ist aus dauerhaftem Eichenholz, massiv und in lang bewährter Handwerksmanier hergestellt worden, so dass diese Bauweise das »Arbeiten« des Holzes kompensieren kann. Es ist als „tragendes Gehäuse“ entworfen worden, das bedeutet, dass es außer seiner Schutzfunktion für das Orgelwerk und seiner den Klang beeinflussenden Funktion auch noch für den technischen Zusammenbau der Orgelteile eine wichtige verbindende statische Funktion besitzt. Das Gehäuse trägt in seiner Schauseite, dem Prospekt, die Pfeifen des wichtigsten Registers, des Prinzipals 8‘. hierbei ist als Besonderheit zu erwähnen, dass von der Mitte des Tonumfanges, ab c‘, zum Diskant hin jeder Ton zwei etwa gleiche Pfeifen besitzt. Diese Bauweise gibt dem Klang mehr Tragfähigkeit und einen gewissen vokalen Charakter.

Der größte Teil des Pfeifenwerkes befindet sich innerhalb des Orgelgehäuses in zwei Ebenen angeordnet. Hinter den Prospektpfeifen, in der oberen Ebene, befindet sich das so genannte Hauptwerk und das Pedalwerk. Diese beiden Teilwerke der Orgel stehen auf einer gemeinsamen (zweiteiligen) Windlade, die nach dem Prinzip der »durchschobenen Windlade« gebaut ist.

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Die Register des Hauptwerkes sind folgende:

Prinzipal 8‘ (im Prospekt sichtbare Zinnpfeifen)

Gedackt 8‘ aus Metall mit 25 % Zinnanteil, der Rest ist Blei

Oktave 4‘ 60 % Zinn

Gedacktflöte 4‘ 25 % Zinn

Quinte 2 2/3‘ 60 % Zinn

Gemshorn 2‘ 60 % Zinn

Terz 1 3/5‘ 90% Zinn

Mixtur 4fach 1 1/3‘ 90 % Zinn

Trompete 8‘ 60 % Zinn

Das ergibt 704 verschiedene Pfeifen im vom unteren Manual aus angespielten Hauptwerk.
Der Tonumfang der Manuale reicht von C bis g³.

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Das Pedalwerk hat vier selbständige Register:

Subbaß 16‘ aus Holz (Whitewood)

Gedackt 8‘ 25 % Zinn

Nachthorn 4‘ (konisch) 40 % Zinn

Fagott 16‘ Becher aus Holz (Whitewood)

dazu zwei aus dem Hauptwerk entlehnte Register (Transmissionen):

Prinzipal 8‘

Trompete 8‘

Die Pedalklaviatur hat einen Umfang von C bis f 1 , demnach besitzt das Pedalwerk 120 (große) Pfeifen.

Auf der unteren Ebene befindet sich das Brustwerk., dessen 441 Pfeifen hinter dem Gitterwerk über dem Notenpult eingebaut sind. Dieses Brustwerk (d.h. fast in Brusthöhe des Organisten angeordnet) bildet klanglich - und auch räumlich - einen Gegensatz zum Hauptwerk, während bei diesem ein größeres Klangvolumen in aller Farbigkeit vorherrschend ist, finden sich im Brustwerk die trotz vieler Helligkeit und Farbigkeit zarteren, verhalteneren Stimmen, die zum Klang des Hauptwerkes ein kammermusikalisches, delikates Gegenüber bilden.

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Die Register des Brustwerkes sind folgende:

Gedackt 8‘

Salicional 8‘

aus Eichenholz, zart flötig klingend

ab G 60 % Zinn, C-Fis mit Ged. 8‘
zusammengeführt, zart streichend klingend

Rohrflöte 4‘

Prinzipal 2‘

40 % Zinn, liehlich und hell-flötig klingend

90 % Zinn, suhstanzvoll mild-hell klingend

Terz 1 3/5´

Nasat 1 1/3‘

90 % Zinn, zwei im hellen Klangbereich deutlich

färbende Register

Oktävlein 1‘

 

Vox humana 8‘

90 % Zinn, gibt Glanzlichter auf die
verschiedenen Registermischungen

60 % Zinn, charaktervolle Zungenstimme, deren Klangfarbe tatsächlich etwas an eine naturhafte (etwas kehlige) Singstimme erinnert.

Die Vox humana wirkt gut mit dem hinzugezogenen Tremulanten.

Tremulanten („Vibrato“) sind in beiden Manualwerken vorhanden und beleben den Orgelton bei den in beiden Werken möglichen vielfältigen Soloregistrierungen. Die Klangwirkung des Brustwerkes kann durch hinter dem Gitterwerk verborgene Jalousieklappen gedämpft werden. So kann z.B. die Vox humana ihren Gesang auch mit einem Crescendo oder Decrescendo hören lassen.

Die hier gemachte Dispositionsangabe der Orgel und die kurze Beschreibung der Klangeigenschaften einiger Register zeigen wohl auch dem fachlich noch nicht informierten Leser dieser Zeilen, welche vielseitige Klangvariationen diese Orgel durch die Mischung der einzelnen Register in den verschiedensten Kombinationen miteinander wohl zu bieten hat.

Dank der äußerst qualitätsvollen Arbeit des Orgelbaumeisters Christian Lobback und seiner Mitarbeiter ist die beabsichtigte Möglichkeit zur vielfältigen Gestaltung von Orgelmusik sowohl durch die Klangqualität des Pfeifenwerkes als auch im technischen Bereich dieser Orgel, vornehmlich der Spielmechanik, die ein sensibel artikulierendes Orgelspiel gestattet, geschaffen worden.

Möge diese schöne Orgel immer den Wind haben, der ihre Pfeifen recht erklingen lässt, möge die Gemeinde immer genug Atem haben, um mit dieser schönen Orgel zu singen, möge in diesem Singen und Klingen immer Gottes Geist wehen, damit dieses Singen und Klingen ehrlich loben, danken und trösten kann!

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Stand: 19.09.2010